Vor jedem Dinner zuhause kommt fast immer dieselbe Frage, meist schon beim ersten Gespräch: Reicht meine Küche überhaupt für ein mehrgängiges Menü? Die Sorge ist verständlich – ein Fine-Dining-Menü klingt nach professioneller Ausrüstung, nach einer Küche wie in einem Restaurant. Die Antwort ist trotzdem in aller Regel ja: in einer Stadtwohnung mit vier Kochplatten genauso wie in einem grossen Einfamilienhaus. Was eine Küche für einen Abend mit Anuri wirklich braucht, ist überschaubarer, als die meisten Gastgeber im Vorfeld denken.
Mehr Grundausstattung braucht es nicht. Ob Induktion, Gas oder Ceran, spielt dabei keine Rolle – jede Bauart funktioniert für die Zubereitung eines Menüs. Was in Ihrer Küche fehlt, bringen wir aus unserer eigenen mit. Wir richten die Vorbereitung nach dem, was vorhanden ist, nicht umgekehrt.
Eine Profiküche mit Kombidämpfer, Gastro-Herd oder Anrichtestation ist nicht Voraussetzung. Ein Menü, das an Ihrem eigenen Tisch serviert wird, entsteht in Ihrer eigenen Küche – mit derselben Grundausstattung, mit der auch ein Alltagsessen gekocht wird. Der Unterschied liegt in der Vorbereitung und im Handwerk, nicht in den Geräten.
Es reicht eine Fläche, an der zwei Personen nebeneinander stehen können. Kleine Küchen sind darum kein Hindernis, sondern eine Frage der Organisation: Was sich zu Hause gut vorbereiten lässt, bereiten wir vor Ort vor, den Rest bringen wir fertig vorbereitet mit.
Ein normaler Haushaltskühlschrank genügt für den Abend. Wird es eng – etwa weil ein grosses Menü viel Platz braucht oder der Kühlschrank ohnehin schon gut gefüllt ist –, bringen wir Kühlboxen mit. So bleibt auch bei einem umfangreicheren Menü genug Kühlraum.
In aller Regel genügt Ihr eigenes Geschirr. Ein gewachsenes Service mit unterschiedlichen Tellern wirkt an einem privaten Tisch persönlicher als eine durchgestylte Restaurant-Optik. Wer trotzdem für alle Gänge ein einheitliches Bild möchte, kann das im Vorgespräch äussern – wir organisieren dann passendes Mietgeschirr für den Abend.
Die Küchengrösse hängt nicht nur vom Raum ab, sondern auch von der Gästezahl. Bis etwa zwölf Personen arbeitet ein Koch allein in Ihrer Küche. Bei einer grösseren Runde kommt Service-Unterstützung dazu – das braucht keine grössere Küche, aber etwas mehr Absprache über die Abläufe am Abend.
Die eigentliche Vorbereitung liegt nicht bei Ihnen, sondern bei uns – und sie beginnt Stunden vor dem ersten Gang. Für ein Dinner um 19 Uhr treffen wir gegen 15 Uhr ein, richten uns einen Arbeitsbereich in Ihrer Küche ein und bereiten vor, was sich vorbereiten lässt. Sie können in dieser Zeit tun, was Sie möchten. Nach dem letzten Gang übernehmen wir auch den Abwasch und geben Ihnen die Küche so zurück, wie wir sie vorgefunden haben. Der gesamte Ablauf eines Abends, von der Anlieferung bis zur Verabschiedung, steht im Detail unter Ablauf.
Auch in kompakten Stadtwohnungen lässt sich ein Mehrgänger organisieren. Die Vorbereitung wird dann enger getaktet, mehr Schritte laufen nacheinander statt nebeneinander – am Ergebnis auf dem Teller ändert das nichts. Wo eine Küche tatsächlich an ihre Grenzen kommt, sprechen wir das offen im Vorgespräch an, statt es erst am Abend selbst zu merken.
Für einen einzelnen Abend reicht diese Grundausstattung. Bleiben wir mehrere Tage – etwa in einem Chalet oder Ferienhaus –, gilt dieselbe Anforderung: vier Platten, ein Backofen, ein Kühlschrank. Ferienhausküchen sind oft schlechter ausgerüstet als eine Stadtwohnung, aber bislang war noch keine Küche zu schlecht – manche brauchten lediglich mehr mitgebrachtes Gerät.
Wenn Sie unsicher sind, ob Ihre Küche passt, ist das kein Grund, die Anfrage aufzuschieben. In den allermeisten Fällen zeigt sich schon im ersten Gespräch, dass die vorhandene Ausstattung reicht – und was fehlt, bringen wir mit. Beschreiben Sie Ihre Küche kurz bei der Anfrage, den Rest klären wir gemeinsam.
Datum, Ort und Gästezahl genügen für den Anfang. Wir melden uns innert 24 Stunden.
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