Ein runder Geburtstag ist einer der häufigsten Gründe, einen Koch nach Hause zu holen. Das liegt nahe: Man möchte die Menschen um sich haben, die einem wichtig sind, und man möchte an diesem Abend nicht in der Küche stehen. Ein Restaurant löst das zweite, aber selten das erste — dort teilt man den Raum, die Zeit und die Lautstärke mit anderen.
Damit der Abend zuhause so wird, wie Sie ihn sich vorstellen, lohnt es sich, ein paar Fragen früh zu klären. Keine davon ist kompliziert. Aber die meisten lassen sich zwei Tage vorher nicht mehr gut beantworten.
Bei einem Geburtstag ist das nicht immer die Person, die gefeiert wird. Nicht selten organisieren Partner, Kinder oder Freunde den Abend, und die Hauptperson soll möglichst wenig davon mitbekommen. Sagen Sie das im ersten Gespräch. Es ändert, mit wem wir Menü und Ablauf abstimmen, und an wen die Offerte geht.
Wenn Sie selbst Geburtstag haben und selbst einladen, ist das umso mehr ein Grund, die Arbeit abzugeben. Sie sollen an diesem Abend am Tisch sitzen und nicht zwischen den Gängen aufstehen.
Beim Geburtstag entscheidet die Gästezahl besonders viel, weil sie so stark schwanken kann. Ein Fünfzigster im engsten Kreis ist ein Dinner. Derselbe Fünfzigste mit Familie, Freunden und Arbeitskollegen ist ein Fest.
Bis etwa zwanzig Personen bleibt es ein Abend am eigenen Tisch. Bis ungefähr zwölf Gäste kocht und serviert ein Koch allein; darüber kommt Service-Unterstützung dazu. Wie ein solcher Abend aufgebaut ist, steht unter Fine Dining zuhause.
Ab etwa zwanzig Gästen wird aus dem Abend ein Ablauf. Dann braucht es einen Zeitplan, ein Serviceteam in passender Anzahl und auf Wunsch auch Mietgeschirr. Gefeiert werden kann zuhause, im Garten oder in einer gemieteten Location, bis höchstens fünfzig Gäste. Dieser Rahmen heisst bei uns Private Events, und runde Geburtstage sind dort der häufigste Anlass.
Eine Gästeliste, die noch nicht feststeht, ist kein Hindernis für die Anfrage. Eine ungefähre Zahl genügt für den Anfang. Wichtig ist nur, auf welcher Seite der Zwanzig Sie ungefähr landen.
An Geburtstagen wird gesprochen, und meistens nicht nur einmal. Das ist schön, solange niemand gegen klapperndes Geschirr anreden muss oder ein Gang kalt wird, während jemand das dritte Kapitel einer Erinnerung erzählt.
Darum gehört die Frage nach den Reden ins Vorgespräch und nicht auf den Abend selbst. Wer spricht, ungefähr wann, und wie lange? Bei einem kleinen Dinner reicht das als grobe Absprache: Das Tempo richtet sich ohnehin nach dem Tisch, und der nächste Gang wartet, bis die Rede vorbei ist. Bei einem grösseren Fest werden die Pausen im Ablaufplan eingeplant, mit etwas Puffer für den Fall, dass eine Rede länger wird als gedacht.
Geburtstage bringen oft Generationen zusammen, die sonst nicht gemeinsam essen. Die Grossmutter, die um zehn müde wird. Kinder, die nach dem Hauptgang lieber spielen möchten. Ein Freund, der kein Gluten verträgt, und eine Nichte, die vegan isst.
Nichts davon ist ein Problem, wenn man es vorher weiss. Allergien und Unverträglichkeiten werden im Menü gelöst und nicht durch Weglassen: Wer kein Gluten isst, bekommt keinen Gang weniger. Vegetarisch und vegan sind vollwertige Menüs, auch wenn nur eine Person am Tisch so isst. Und ein Abend mit drei Generationen braucht ein Menü, das für alle funktioniert, und einen Ablauf, der früher endet.
Eine Karte zum Auswählen gibt es nicht. Das Menü entsteht aus dem, was gerade Saison hat, und aus dem, was an Ihrem Tisch gebraucht wird. Ein Geburtstag gibt dafür meist mehr Anhaltspunkte, als man denkt: ein Gericht, das die Hauptperson besonders gern isst, eine Erinnerung an eine Reise, ein Produkt, das nicht fehlen darf. Erzählen Sie davon, auch wenn es Ihnen nebensächlich vorkommt.
Vier bis sieben Gänge sind möglich, Amuse-Bouche und Petit Four eingerechnet. Vier Gänge passen zu einem Abend, an dem das Gespräch im Vordergrund steht. Sieben, wenn das Essen selbst das Geschenk sein soll. Soll eine Torte aus der Familie auf den Tisch kommen, sagen Sie es im Vorgespräch. Dann lässt sich das Dessert darauf abstimmen, statt mit ihr zu konkurrieren.
Zum Wein gibt es zwei Wege. Wir stimmen eine Begleitung auf das Menü ab und bringen sie mit, oder wir kochen zu dem, was in Ihrem Keller liegt. Gerade an Geburtstagen gibt es oft eine Flasche, die für genau diesen Tag aufbewahrt wurde. Dann lohnt es sich, das Menü von ihr aus zu denken.
Die gedruckten Menükarten tragen Ihren Anlass als Titel.
Ein Vier-Gang-Menü zuhause liegt bei rund 190 CHF pro Person. Der Preis bewegt sich mit der Gruppengrösse, der Anzahl Gänge und vor allem mit den Produkten. Kleine Runden liegen pro Person etwas höher als grosse, weil Planung, Einkauf und Anfahrt bei vier Personen genauso anfallen wie bei sechzehn.
Für ein Fest ab etwa zwanzig Gästen gibt es bewusst keinen Richtpreis. Ein Apéro riche im eigenen Garten und ein Seated Dinner in einer gemieteten Location mit Mietgeschirr sind zwei verschiedene Rechnungen, auch bei gleicher Gästezahl.
In beiden Fällen erhalten Sie vor der Zusage eine Offerte, in der jede Position einzeln steht: Küche, Produkte, Service, Miete, Anfahrt. Der Betrag darin ist fix. Nachträge gibt es nur, wenn sich die Gästezahl nachträglich ändert — was bei Geburtstagen vorkommen kann und dann in der Offerte nachgeführt wird.
Für ein Dinner zuhause sind zwei Wochen Vorlauf angenehm. Kurzfristigere Anfragen lohnen sich trotzdem; es hängt am Datum, nicht am Prinzip. Für ein grösseres Fest rechnen Sie mit zwei bis drei Monaten, auch weil ab dreissig Gästen der Ort vorher angeschaut wird.
Der Weg dorthin ist kurz. Für die Anfrage genügen Ort, Datum, Gästezahl und Anlass. Wir melden uns innert 24 Stunden und klären im Gespräch den Rahmen. Danach erhalten Sie in der Regel innert zwei bis vier Tagen einen Menüvorschlag mit Offerte. Erst mit Ihrer Zusage ist der Termin fix. Die einzelnen Schritte stehen unter Ablauf.
Für ein Dinner um 19 Uhr sind wir am Nachmittag bei Ihnen und bereiten in Ihrer Küche vor. Wenn die Gäste kommen, beginnt der Abend im Stehen, mit einem Apéro und kleinen Häppchen, bis alle da sind. Dann setzt man sich. Nach dem letzten Gang spülen wir, räumen auf und nehmen unseren Abfall mit.
Was davon bei Ihnen hängen bleibt, ist im besten Fall wenig. Sie haben eingeladen, und Sie sitzen am Tisch, bis der Abend vorbei ist. An einem Geburtstag ist das vielleicht der wichtigste Teil.
Datum, Ort und Gästezahl genügen für den Anfang. Wir melden uns innert 24 Stunden.
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