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Privatkoch oder Catering – was passt zu meinem Anlass?

Privatkoch, Fine Dining zuhause, klassisches Catering oder Private Event: vier Rahmen nebeneinander – und drei Fragen, die die Entscheidung meist schon beantworten.

Anuri
·
September 29, 2026
·
5
Min. Lesezeit
Scherenschnitt-Illustration: links eine Menükarte mit einer Titelzeile und vier Zeilen darunter, rechts ein grösseres Blatt mit sechs Zeilen, die an einer senkrechten Zeitschiene mit Punkten aufgereiht sind.

Wer zum ersten Mal einen grösseren Anlass zuhause plant, stösst schnell auf mehrere Begriffe, die dasselbe zu versprechen scheinen: Privatkoch, Private Chef, Fine Dining zuhause, Catering, Private Event. Die Frage dahinter ist aber selten, welche Firma die richtige ist. Sie lautet: Welcher Rahmen passt zu dem, was ich vorhabe?

Dieser Beitrag stellt die Möglichkeiten nebeneinander, ohne eine davon zur grundsätzlich besseren zu erklären. Welche passt, hängt an drei Angaben, die Sie ohnehin schon im Kopf haben: wie viele Gäste kommen, über welchen Zeitraum gekocht werden soll und wie viel Ablauf der Abend hat.

Fine Dining zuhause: ein Abend am eigenen Tisch

Der kleinste und dichteste Rahmen. Ein Koch kommt am Nachmittag, kocht in Ihrer Küche und serviert vier bis sieben Gänge an Ihrem Tisch. Es gibt keine Karte, aus der gewählt wird; das Menü entsteht aus der Saison und aus dem, was am Tisch gebraucht wird. Am Ende ist die Küche aufgeräumt.

Sinnvoll ist dieser Rahmen von zwei bis etwa zwanzig Gästen. Bis ungefähr zwölf Personen kocht und serviert ein Koch allein, darüber kommt Service-Unterstützung dazu. Ein Vier-Gang-Menü liegt bei rund 190 CHF pro Person, abhängig von Gruppengrösse, Gangzahl und vor allem von den Produkten. Zwei Wochen Vorlauf sind angenehm.

Das ist der Rahmen für einen runden Geburtstag im Familienkreis, einen Hochzeitstag oder einen Abend mit Geschäftspartnern, bei dem ungestört gesprochen werden soll. Die Einzelheiten stehen unter Fine Dining zuhause.

Privatkoch für mehrere Tage

Nicht jeder Anlass ist ein Abend. Wenn eine Gruppe über mehrere Tage zusammen ist — im Chalet, im Ferienhaus, in einer Residenz —, verschiebt sich die Frage von „ein Menü“ zu „ein Rhythmus“. Frühstück, Lunch, Apéro und Dinner werden nach Absprache geplant, der Kühlschrank wird auch für die Stunden gefüllt, in denen niemand aus der Küche da ist.

Dieser Rahmen beginnt bei zwei Tagen und ist für zwei bis vierzehn Gäste gedacht. Abgerechnet wird nicht pro Person, sondern pro Tag: ab 1500 CHF, unabhängig davon, ob Sie zu viert oder zu vierzehnt sind. Bei einer grösseren Gruppe wird es pro Kopf also günstiger, nicht teurer. Wie ein solcher Aufenthalt abläuft, steht unter Privatkoch für Chalet und Ferienhaus.

Geht es weiter weg, in eine Villa, eine Finca oder auf ein Retreat, gilt derselbe Gedanke mit anderem Ort: ab drei Tagen, bis sechzehn Gäste, im europäischen Raum und am Mittelmeer.

Klassisches Catering: wenn die Menge die Aufgabe ist

Unter Catering versteht man im Alltag meist etwas anderes als das Bisherige: Gekocht wird in einer Produktionsküche, angeliefert wird fertig oder vorbereitet, aufgebaut wird vor Ort. Das ist keine schlechtere Lösung, sondern eine andere Aufgabe — und für bestimmte Anlässe die einzig vernünftige.

Ein Apéro für hundertfünfzig Personen, ein Firmenfest in einer Halle ohne Küche, ein Buffet, das über Stunden offen bleibt: Dort zählt Logistik, und Betriebe, die darauf eingerichtet sind, lösen das besser als ein Koch, der vor Ort steht. Wer so etwas plant, ist bei einem Caterer richtig aufgehoben.

Anuri ist bewusst kein Grosscaterer. Wir liefern nicht an, wir kochen vor Ort — und genau das begrenzt die Grösse. Ab einer gewissen Gästezahl würde aus Kochen Logistik, und das machen andere besser.

Private Event: wenn aus dem Abend ein Ablauf wird

Zwischen dem Dinner zuhause und dem Grosscatering liegt ein Bereich, der oft übersehen wird. Ab etwa zwanzig Gästen scheitert ein Abend selten am Essen, sondern am Timing: Wann steht der Apéro, wann haben die Reden Platz, wann kommt der Hauptgang, wann wird abgeräumt, ohne dass jemand mitten im Gespräch unterbrochen wird.

Deshalb wird in diesem Rahmen der Ablaufplan zusammen mit dem Menü geplant und nicht danach. Dazu kommen ein Serviceteam in passender Anzahl sowie auf Wunsch Miete von Geschirr, Gläsern, Besteck und Wäsche, inklusive Abbau und Rückgabe. Gekocht wird in Ihrer Küche oder mit mobiler Küche, auch an einem Aussenort.

Die Grenze liegt bei fünfzig Gästen, und das ist eine Entscheidung, keine Kapazitätsfrage. Ab dreissig Gästen wird der Ort vorher angeschaut. Für Hochzeiten und grosse Anlässe ist ein Probeessen möglich; es wird separat verrechnet und bei Zusage angerechnet. Vorlaufzeit: zwei bis drei Monate, für Hochzeiten gerne früher. Mehr dazu unter Private Events bis 50 Gäste.

Einen Richtpreis finden Sie auf dieser Seite bewusst nicht. Ein Apéro riche im eigenen Garten und ein Seated Dinner in einer gemieteten Location mit Mietgeschirr und Aufbau am Vortag sind zwei völlig verschiedene Rechnungen — bei identischer Gästezahl.

Die Gästezahl entscheidet öfter als der Anlass

Gastgeber fragen meist vom Anlass her: „Wir feiern einen runden Geburtstag — brauchen wir einen Privatkoch oder einen Caterer?“ Nützlicher ist die Frage von der Zahl her. Derselbe Geburtstag ist zu zehnt ein Dinner und zu vierzig ein Event, mit unterschiedlicher Planung, unterschiedlichem Personal und unterschiedlicher Rechnung.

  • Bis etwa zwölf Gäste — ein Abend zuhause, ein Koch, Service am Tisch.
  • Zwölf bis zwanzig Gäste — derselbe Rahmen, mit Service-Unterstützung.
  • Zwanzig bis fünfzig Gäste — Ablaufplan und Serviceteam werden Teil der Sache.
  • Über fünfzig Gäste — die Stunde eines Caterers, der auf diese Grösse eingerichtet ist.
  • Mehrere Tage statt eines Abends — Abrechnung pro Tag statt pro Person.

Drei Fragen, die die Entscheidung abkürzen

Wie viele Gäste sitzen am Tisch? Das ordnet den Anlass in einen der Bereiche oben ein und klärt die Frage meist schon.

Ein Abend oder mehrere Tage? Davon hängt nicht nur der Umfang ab, sondern auch die Art der Abrechnung — pro Person beim einzelnen Abend, pro Tag beim Aufenthalt.

Gibt es Reden, Musik oder ein Programm? Wenn ja, ist der Abend ein Ablauf und braucht einen Plan. Wenn nein, darf er sich Zeit lassen und das Tempo richtet sich nach dem Tisch.

Was in allen Fällen gleich bleibt

Unabhängig vom Rahmen sprechen Sie von Anfang an mit der Person, die später in Ihrer Küche steht. Es gibt kein Callcenter, keine Vermittlung und keinen Koch, den Sie erst am Abend kennenlernen. Vorgespräch, Menüplanung, Einkauf, Mise en place, Zubereitung, Service und Aufräumen gehören zur Leistung und stehen nicht als Zusatzpositionen auf der Offerte.

Was wir nicht seriös leisten können, sagen wir ab, statt es zu versprechen. Ein Hinweis auf einen Caterer ist deshalb kein Ausweichen, sondern Teil der Antwort.

Alle vier Rahmen nebeneinander, mit dem, was jeweils dazugehört, finden Sie unter Leistungen. Und wenn Sie nach diesem Text immer noch unsicher sind, welcher zu Ihrem Anlass passt: Beschreiben Sie einfach, was Sie vorhaben. Den Rahmen schlagen wir Ihnen vor.

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